
Nur knapp 700 Einwohner zählt die kleine Insel Spiekeroog in der Nordsee. Am letzten Wochenende waren es allerdings 31 Menschen mehr. Nach dem positiven Feedback im Jahr 2013 lud der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) seine haupt- und ehrenamtlichen Helfer auch in diesem Jahr wieder auf die kleine Insel zu einer Rettungsdienstfortbildung, dem Sama-Rescue-Camp, ein. Neben verschiedenen Fortbildungsthemen aus dem Bereich Rettungsdienst standen auch gemeinsame Freizeitaktivitäten auf dem Programm.
Die Idee zu diesem Camp hatte Ingo Schild, Technischer Leiter beim ASB. „Mit dieser ungewöhnlichen Fortbildung wollen wir uns auch bei unseren engagierten Helfern bedanken.“ Schwerpunkte an diesem Wochenende waren ein Megacode-Training (Schulung und Übung des strukturierten Vorgehens bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung), Wasserrettung in Theorie und Praxis sowie die Themen psychische Erste Hilfe bei Unfällen und Selbstschutz- und verteidigung. Auch die Inselbewohner freuten sich über den Besuch aus Münster. Denn in mehreren Erste-Hilfe-Kursen konnten sie sich in Erster Hilfe ausbilden lassen oder ihre Kenntnisse auffrischen.
Höhepunkt der Fortbildung war die Simulation eines Massenanfalls von Verletzten. So eine Situation tritt beispielsweise bei einem Zugunglück ein. Dann muss innerhalb von kurzer Zeit eine große Anzahl von Verletzten versorgt und betreut werden. Solche Ereignisse sind eine große Herausforderung für die Helfer und müssen regelmäßig trainiert werden. Deshalb hatten die ASB-Ausbilder gleich drei unterschiedliche Übungsszenarien im Gepäck. Die Helfer übernahmen in diesem realitätsnahen Training die Führung und die Versorgung der Verletzten. Dabei nutzten die Ausbilder zum ersten Mal auch das neue Simulationssystem „Dynamische Patientensimulation“. Mit diesem Tool können Rettungsübungen praxisnah nachgestellt werden. Unterstützt wurde das ASB-Team von Trainern des DRK und der Malteser aus Münster.
„Wir sind wieder sehr zufrieden“, resümiert Ingo Schild. „Unsere Helfer haben viel gelernt. Und auch der Spaß kam an diesem Wochenende nicht zu kurz.“ Etwas müde, aber mit viel guter Laune, ging es für das Team am Sonntag zurück in die Heimat.
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