
Das kostenlose Veranstaltungsprogramm der Villa ten Hompel für das zweite Halbjahr 2022 steht fest. Es verbindet – typisch für den Münsteraner Geschichtsort – die Vergangenheit mit zentralen Problemstellungen der Gegenwart.
Thomas Köhler, kommissarischer Leiter der Villa ten Hompel, und Robert von Olberg, Vorsitzender des Villa-Fördervereins, sind vier thematische Aspekte des öffentlichen Bildungsprogramms besonders wichtig:
1. Das Thema der rechten Gewalt nach 1945 prägte schon das Veranstaltungsprogramm im ersten Halbjahr und findet nun in den „Mittwochsgesprächen“ seine Fortsetzung. So berichtet beispielsweise der Kieler Anwalt Alexander Hoffmann am 16. November über sein Engagement als Nebenklagevertreter im NSU-Komplex.
2. Im Format „Forum am Donnerstag“ rückt mit der Ukraine erneut ein Thema, das Vergangenheit und die unmittelbare Gegenwart umspannt, in den Mittelpunkt. Im Vortrag von Ricarda Vulpius am 10. November geht es um die Nationswerdungskonflikte und russisch-ukrainische Beziehungen im Wandel der Zeit.

3. Die neue Sonderausstellung als „Gallery Walk“ direkt am Außenzaun der Villa beleuchtet ab September die Spuren von gewöhnlichen deutschen Polizisten, die in Polen zu Mördern wurden. Józefów, Majdanek oder Zamość – diese Orte sind weniger bekannt, aber nicht weniger wichtig für die Erinnerung an den Holocaust.
4. Am 25. November ist der „Orange Day“, der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Die Villa ten Hompel wird deshalb in den Abendstunden orange beleuchtet sein, um ein sichtbares Zeichen gegen Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen zu setzen.
Die Veranstaltungen sind je nach pandemischer Lage sowohl vor Ort als auch digital über Zoom geplant. Das Bildungsprogramm kann auf der Homepage der Villa heruntergeladen werden (https://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/veranstaltungen) und liegt in Kürze in gedruckter Form u.a. im Stadthaus 1 aus.
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