Neuer Tatort von Regisseurin aus Münster Am 6. April zeigt Das Erste den nächsten neuen Fall mit Thiel und Boerne / Bei „Fiderallala“ hat Isa Prahl Regie geführt, die in Münster geboren und aufgewachsen ist.

Axel Prahl (li.) und Jan Josef Liefers ermitteln im Umfeld von Studenten in Wohnungsnot, wie Bineta Hansen (Kim Moser). (Foto: Thomas Hölscher)
Axel Prahl (li.) und Jan Josef Liefers ermitteln im Umfeld von Studenten in Wohnungsnot, wie Bineta Hansen (Kim Moser). (Foto: Thomas Hölscher)

Fans des Münster-Tatorts können sich freuen: Am 6. April zeigt Das Erste den nächsten neuen Fall mit Thiel und Boerne. In der Folge mit dem Titel „Fiderallala“ werden Kriminalhauptkommissar Frank Thiel (Axel Prahl) und Professor Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) mit einem Fall unter Studierenden konfrontiert, der die beruflichen und privaten Beziehungen der beiden auf eine harte Probe stellt. Gedreht wurde diese neue Folge im letzten Herbst unter dem Arbeitstitel „Ich gestehe“ (wir haben die Dreharbeiten besucht). Die Regie führte mit Isa Prahl erstmals eine Person, die in Münster geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen ist.

Hier ein wenig zur Handlung: Nach einer ausgelassenen Party in der medizinischen Fakultät zu Münster, auf der auch Hauptkommissar Frank Thiel und Professor Karl-Friedrich Boerne mehr oder weniger ausgelassen feierten, wird die Leiche des Studenten Chris Haffmeister (Jonas Stenzel) entdeckt. Er ist an den Folgen einer rätselhaften Stichverletzung gestorben. Bei der Obduktion stellt Rechtsmediziner Boerne zudem schnell fest, dass Chris in seinen letzten Momenten nicht allein war.

Doch leider hat nicht nur der Professor mit Erinnerungslücken an den Abend zu kämpfen, sondern auch die Studentinnen Resi (Rabea Lüthi) und Fraya (Meira Durand) – deren übergriffige Mutter Solveig Menke (Adina Vetter) den Ermittlern das Leben zusätzlich schwer macht. Dazu reagiert die sportliche Kim (Bineta Hansen) ziemlich bockig auf die Befragungen. Nur Mitbewohner Felix (Bless Amada) und die labile Lucy (Luise von Stein) geben sich zugänglicher. Ein mögliches Motiv: Chris hatte Zugang zur Uni-Wohnungsbörse, einer heiß begehrten Anlaufstelle für Studierende auf der verzweifelten Suche nach bezahlbarem Wohnraum.

Im Verlauf der Ermittlungen taucht das Team immer tiefer in die Welt des Universitätslebens ein. Als ein weiterer Mord geschieht, wird der Fall immer undurchsichtiger. Gemeinsam mit Silke Haller (ChrisTine Urspruch) führt Professor Boerne mit seinen Studentinnen und Studenten schließlich ein wegweisendes Experiment durch, das Licht ins Dunkel bringt.

Erneut dabei sind Björn Meyer als Assistent „Mirko Schrader“, Mechthild Großmann als Staatsanwältin „Wilhelmine Klemm“ und Claus D. Clausnitzer als „Vaddern Thiel“.

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Regisseurin Isa Prahl (Foto: WDR / Martin Valentin Menke)

Der WDR hat uns nicht nur die Bildern, sondern auch ein kurzes Interview mit der Regisseurin Isa Prahl zur Verfügung gestellt:

„Fiderallala“ ist Ihre erste Regie für den Münster „Tatort“, zudem war es das erste Mal, dass eine in Münster geborene Person die Regie führte. Was ist das besonders Münstersche für Sie in diesem „Tatort“? 

Für mich war es eine spannende Herausforderung, in meiner Heimatstadt zu drehen. Als Filmemacherin habe ich Münster nochmal neu entdeckt. Ich bin ja hier aufgewachsen und seitdem immer mal wieder zu Besuch in der Stadt – Münster hat sich in den letzten Jahren aber enorm verändert.

Mein Wunsch war, so viel wie möglich von der Stadt zu erzählen, sie sichtbar zu machen in all ihrer Besonderheit und Schönheit. Letztendlich haben wir uns für das Münsteraner Schloss als sehr prägnantes Motiv und die Universitätsklinik mit den Bettentürmen entschieden. Münster ist auf jeden Fall eine ergiebige Quelle, um tolle Bilder einzufangen.

Der neue Fall ist vielschichtig und nimmt aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen wie die Wohnungsnot unter Studierenden auf. Inwiefern haben Ihre eigenen Erfahrungen aus der Studienzeit hier Einfluss gehabt? Haben Sie persönliche Vorbilder gehabt für die Inszenierung der Jugendlichen? 

Als ich studiert habe, gab es keine solche Wohnungsnot wie das heute der Fall ist. Doch in den letzten Jahren ist das ein immer größeres Problem geworden – bezahlbarer Wohnraum. Daher war uns wichtig, diesen Aspekt in unserem Krimifall besonders zu beleuchten, weil es eins der großen Probleme ist, die Städte heute haben. Die Recherche dazu war spannend, da ich mitbekommen habe, wie drastisch sich die Situation auch in Münster verändert hat – Studierende, die in Turnhallen übernachten u.Ä..

Grundsätzlich arbeite ich wahnsinnig gern mit Jugendlichen und habe in fast jedem meiner Filme wichtige Figuren, die von Jugendlichen gespielt werden. Mich interessiert ihre Herangehensweise, die sich oft auszeichnet durch Schnelligkeit, Flexibilität und Intuition.

Der Münster-Tatort „Fiderallala“ ist am Sonntag, 6. April 2025, 20.15 Uhr im Ersten zu sehen und von da an auch in der ARD Mediathek

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