
Das Naturkundemuseum geht ab dem 30. September in der neuen Sonderausstellung „Wasser bewegt – Erde Mensch Natur“ auch dem Mythos vom Hai als blutrünstigem Monster auf den Grund. Die Besucher können ein spezielles Tauchboot sehen, das zur Erforschung und Beobachtung Weißer Haie eingesetzt wurde, das sogenannte Shark Observer Vehicle (SOVI).
„Es ist eine Art mobiler Käfig, etwa in Form eines kleinen, offen Unterwasserbootes, von dem aus Taucher Haie beobachten können“, erklärt Ausstellungsmacherin Vanessa Rüttler. Das SOVI ist rund 700 Kilogramm schwer und 4,30 Meter lang und wurde vor Südafrika eingesetzt, um Weiße Haie zu erforschen. „Mit dem Käfig gelingt es, besonders nah an die Tiere heran zu kommen“, so Rüttler weiter.
Jana Johe hat die Ausstellung mit geplant hat und ergänzt: „Der Weiße Hai gilt als Killer und Monster. Mit diesem Vorurteil wollten Wissenschaftler vor einigen Jahren aufräumen. Sie wollten die Wahrheit über das Leben und das Verhalten von Weißen Haien herausfinden. Doch wie sollten sie an die Tiere unmittelbar herankommen, um sie aus nächster Nähe beobachten und studieren zu können?“
Für gewöhnlich steigen Taucher nur in Schutzkäfigen zu den Weißen Haien hinab. Diese Käfige sind aber stationär. Zieht sich der Hai zurück, konnte der menschliche Beobachter die Tiere zwar sicher hinter Gitterstäben beobachten, jedoch konnte er nicht folgen. Das SOVI bot eine Lösung. Das eigens konstruierte, geräuscharme und wendige Unterwasser-Fahrzeug ermöglichte die Begleitung der schnellen Haie. Wissenschaftler beobachteten und filmten aus diesem Vehikel über ein Jahr hinweg (2006-2007) vor der Küste Südafrikas das Verhalten von Weißen Haien. Den Film über den Einsatz des Tauchbootes vor Südafrika können die Besucher in der Ausstellung direkt bei dem Shark Observer Vehicle sehen.
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