Blitzlichtgewitter für „Fiderallala“ Tatort-Premiere mit Jan Josef Liefers und ChrisTine Urspruch im Cineplex

Bei der Premiere des neuen Falls im Cineplex (v.l.): Die Schauspielenden Jan Josef Liefers und ChrisTine Urspruch mit Regisseurin Isa Prahl. (Foto: Thomas Hölscher)
Bei der Premiere des neuen Falls im Cineplex (v.l.): Die Schauspielenden Jan Josef Liefers und ChrisTine Urspruch mit Regisseurin Isa Prahl. (Foto: Thomas Hölscher)

Fotoklicken, Blitzgewitter und Dutzende Handys, die in die Höhe gehalten werden. Wenn es im münsterschen Cineplex so zugeht, kann das nur eines bedeuten: Premiere des neuen Münster-Tatort mit der Gelegenheit, den Stars hautnah zu begegnen. „Fiderallala“ heißt die Folge, die alle Glücklichen, die eine Eintrittskarte ergattert haben, in Anwesenheit der Schauspielerinnen, Schauspieler und des Dreh-Teams bereits vor der Erstausstrahlung am kommenden Sonntag sehen konnten.

Es geht diesmal um das Thema Wohnungsnot, nicht nur aber gerade in Münster ein Thema, vor allem, wenn es um günstigen Wohnraum geht. Durchaus eine schwierige und für die Betroffenen nicht unbedingt witzige Situation. Funktioniert das Thema trotzdem im eher humorvollen Tatort aus Münster? Hauptdarsteller Jan Josef Liefers sieht das auf jeden Fall so: „Das darf man auch in einem Münster Tatort mal ansprechen. Wir leben in einem sehr hoch entwickelten Staatswesen. Wir gendern, wir sind divers, wir haben Pronomen, wir haben alles, aber wir haben keinen Wohnraum, weder für junge noch für alte Leute. Wir machen unsere Hausaufgaben nicht so richtig als Staat und das darf man schon auch mal in einer Komödie ansprechen. Wer keine Kohle hat kann sehen wo er bleibt und das ist nicht in Ordnung!“

Jan Josef Liefers äußert sich kritisch über die Wohnungsnot. (Foto: Thomas Hölscher)
Jan Josef Liefers äußert sich kritisch über die Wohnungsnot. (Foto: Thomas Hölscher)

Seit 2002 flimmert der Tatort aus Münster inzwischen über die Bildschirme, doch erst in dieser Folge steht die Uni Münster im Mittelpunkt, die für die Stadt eine zentrale Bedeutung hat. Warum hat das so lange gedauert? „Am Anfang spielte die Rechtsmedizin hier in der Pathologie, das wurde dann nach Köln verlagert. Die Uni Münster hat von Anfang an für uns eine große Rolle gespielt. In den vielen Jahren hat sich bei mir eine echte Bindung zu vielen Professoren und ehemaligen Studenten der Uni entwickelt. Es ist fast so, als ob ich hier tatsächlich selber studiert hätte.“ 

ChrisTine Urspruch vermisst ohne Mechthild Großmann die Frauenpower im Tatort. (Foto: Thomas Hölscher)
ChrisTine Urspruch vermisst ohne Mechthild Großmann die Frauenpower im Tatort. (Foto: Thomas Hölscher)

„Fiderallala“ ist eine der letzten Folgen mit Mechthild Großmann in der Rolle der Staatsanwältin Wilhelmine Klemm, dadurch wird aus dem starken weiblichen Duo mit ChrisTine Urspruch als Boernes Assistentin Silke Haller ein Soloprogramm für die beliebte Schauspielerin. Urspruch bedauert den Weggang ihrer Kollegin: „Da fehlt mir auf jeden Fall die Frauenpower! Es war immer total toll mit ihr zu drehen, wir hatten gestern noch einen Drehtag zusammen. Sie wird mir sehr, sehr fehlen!“ Aber es gibt bei der beliebten Schauspielerin schon Wünsche für die Nachfolge: „Ich würde mir schon wünschen, dass die Nachfolgerin wieder eine Frau ist“ und fügt lachend hinzu: „Vielleicht eine junge Frau mit einer ganz hohen Stimme.“ Die Sticheleien zwischen der kleinwüchsigen Assistentin und dem selbstverliebten Chef gehören zum Tatort aus Münster wie der Prinzipalmarkt zur Stadt. Gehen die Drehbuchautoren da auch mal zu weit? „Es ergibt sich manchmal in Drehen, dass der Jan sagt, dass der Witz jetzt sehr flach ist. Wir besprechen das mit der Regisseurin oder dem Regisseur, dann kann man das auch ändern und in unseren Humor umwandeln.“

Diese Folge wird bei den Tatort Münster Fans gut ankommen, da sind sich viele Kritiker sicher. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Regisseurin Isa Prahl aus Münster stammt. Prahl? Moment mal, da war doch was? Gibt es da eventuell verwandtschaftliche Beziehungen zu Axel Prahl, der die Rolle des Kommissar Thiel spielt? „Nein, wir sind nicht verwandt. Ich wurde das total oft gefragt, jetzt kann ich zumindest sagen, dass wir zusammen gedreht haben.“ Ihr Wissen um die spannendsten Drehorte in Münster kamen der Folge „Fiderallala“ auf jeden Fall zugute: „Ich bin an dem Wochenende extra nochmal herumgeradelt, um zu schauen, ob es vielleicht doch ein oder zwei Ecken gibt, die besser funktionieren. Ich habe auch tatsächlich noch eine Location gefunden, die wir besser verwenden konnten.“ Einen Film, der für das Fernsehen gedreht wurde, auf der großen Leinwand zu sehen, ist etwas ganz besonderes, wie die Regisseurin sagt. Isa Prahl war bereits beim ersten Tatort aus Münster beim Dreh dabei, als klar war, dass sie Regisseurin werden möchte. „Als Münsteranerin einen Tatort Münster drehen zu dürfen, ist für mich eine ganz besondere Ehre. Insofern habe ich mich sehr gefreut, als ich gefragt wurde!“

Erstausstrahlung der neuen Folge des Tatorts aus Münster unter Regie von Isa Prahl läuft am kommenden Sonntag, 6. April, um 20.15 Uhr in der ARD. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert