
40 Grundschulkinder stehen staunend vor einem großen Netz, das ihnen den Weg in die Pausenhalle vom Schulzentrum Hiltrup versperrt. Dann dürfen sie die Fäden nach und nach durchschneiden und der Weg in den Deutsch-Sommer ist frei.
„Auch wenn es hier drei Wochen lang ums Lernen geht, sind Spannung und Spaß auf jeden Fall auch dabei“, sagt Petra Woldt von der Stiftung Mitmachkinder. „Schließlich kommen die Kinder ja in den Ferien hierher.“ Aber es sind eben Ferien, die schlau machen. Spielerisch sollen die Kinder Grammatik und Wortschatz verbessern. Das geht mit Theater- und Rollenspielen, aber auch Sport und Ausflüge haben im DeutschSommer Münster ihren Platz.
„Sprachfachkräfte, Theaterpädagogen und Sozialpädagogen sind beim Deutsch-Sommer am Start“, erläutert Paul Claahsen von der Stiftung Mitmachkinder. „Unsere zehnköpfige Deutsch-Sommer Crew ist voll motiviert und wird auch in kleinen Gruppen mit den Kindern arbeiten.“ Die Kinder sind allesamt Drittklässler aus Grundschulen in ganz Münster. Sie werden nun drei Wochen lang in Deutsch gefördert, damit sie fit sind für die richtungsweisende vierte Klasse.
„Sprache ist wichtig und gute Deutschkenntnisse entscheiden über den Schulerfolg“, betont Petra Woldt von der Stiftung Mitmachkinder. „Ziel ist es, Kinder mit und ohne Migrationsvorgeschichte so zu fördern, dass sie nicht wegen mangelnder Deutschkenntnisse unter ihren Möglichkeiten bleiben.“
Die Stiftung Mitmachkinder hat den Deutsch-Sommer in Kooperation mit der Stiftung Polytechnische Gesellschaft aus Frankfurt als außerschulisches Bildungsangebot in Münster organisiert. Förderer vom Deutsch-Sommer Münster sind die Westfalen Gruppe und die Stiftung Piepenhorst. Der Deutsch-Sommer endet am 5. August 2016 mit einer Abschlussveranstaltung im Westfalenforum der Westfalen AG. Dort werden die Kinder dann auch das Theaterstück aufführen, das sie eingeübt haben.
Mehr zum Thema: www.mitmachkinder.de
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