
In den Lehrwerkstätten des Bildungszentrums (HBZ) werden 77 Flüchtlinge aus sieben Nationen in zwei sechsmonatigen Maßnahmen an eine Ausbildung oder Arbeit herangeführt. Die Maßnahme Perspektiven für junge Flüchtlinge im Handwerk (PerjuF-H) gibt Teilnehmern unter 25 Jahren Orientierung im hiesigen Ausbildungssystem, vermittelt Kenntnisse in den Berufsfeldern Metall, Elektro und Farbe sowie berufsbezogenes Deutsch.
Ein vierwöchiges Praktikum in einem potenziellen Ausbildungsbetrieb gehört dazu. Die „Zukunftsschmiede Beruf“ im HBZ qualifiziert Migranten in verschiedenen handwerklichen Techniken, unter anderem Schweißen. Auch in dieser Maßnahme werden Sprachkompetenzen weiterentwickelt. Beide Angebote fördert die Bundesagentur für Arbeit. „Für junge Flüchtlinge mit Bleiberecht ist es wichtig, dass sie neben der deutschen Sprache auch Arbeitsstruktur erlernen – so wie im HBZ. Beides brauchen sie, um im Berufsleben rasch Fuß zu fassen“, betonte Prof. Dr. Reinhard Klenke, als er sich im Bildungszentrum (HBZ) der Handwerkskammer Münster nach der Umsetzung von Flüchtlingsmaßnahmen erkundigte. Der Regierungspräsident sprach mit Teilnehmern, Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Ostendorf und Ausbildern über ihre Erfahrungen in der Berufsvorbereitung geflohener Menschen.

Die Erfahrungen der Handwerkskammer fasste Ausbilder Andreas Soldan zusammen: „Die Teilnehmer verständigten sich auf Deutsch miteinander, was die Sprachkompetenz fördere, entwickelten handwerkliches Können und trainierten Arbeitstugenden wie Pünktlichkeit.
„Die Handwerkskammer würde gern mehr junge Flüchtlinge für eine Berufsausbildung fit machen, denn das Handwerk braucht Fachkräfte. Wir hoffen auf künftige Mitarbeiter durch Integration“, unterstrich Dr. Thomas Ostendorf. Die Kammer führt über PerjuF-H und die Zukunftsschmiede hinaus für die Zielgruppe Qualifizierungen im Friseur- und Kosmetikerhandwerk durch, vermittelt in Lehrstellen und berät Ausbildungsbetriebe.
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