
Die Zeichen stehen auf Grün für die Realisierung des geplanten Stadtquartiers. Wo früher die Osmo-Hallen standen, kann zwischen Stadthafen 1 und Schillerstraße ein neues Quartier zum Wohnen, Arbeiten und Leben entstehen, mit 690 Wohneinheiten sowie Büros, Hotel- und Gastronomiebetrieben mit bis zu 2000 Arbeitsplätzen. Die Grundlage bildet ein Rahmenvertrag zwischen der Stadt Münster und drei privaten Eigentümern bzw. Investoren.
Anfang 2018 bereits hatte der Planungsausschuss eine Freigabe für die städtebauliche Planung erteilt und gleichzeitig die Verwaltung beauftragt, einen Rahmenvertrag mit den Investoren zu verhandeln. Lange war um die einzelnen Bausteine gerungen worden. Jetzt hat die Planungsverwaltung den politischen Gremien die abschließend verhandelten Rahmenbedingungen vorgelegt. „Der Vertrag liegt auf dem Tisch. Damit ist eine entscheidende Etappe auf dem Weg zur Realisierung eines neuen Stadtquartiers gemeistert“, freut sich Oberbürgermeister Markus Lewe. In den Gesprächen zwischen Stadt und Investoren galt es, wichtige Hürden zu überwinden. Im Fokus der städtischen Ansprüche standen dabei vor allem auch die Wohnungsvielfalt und wohnungsstrukturelle Qualitäten. Der Vertrag enthält daher u.a. die Zusage zur Einhaltung einer 30-Prozent-Quote von gefördertem Wohnraum (trotz Altfallregelung für das ursprüngliche Planungsprojekt). Preiswerte Wohnangebote (245 Wohnungen) werden so insbesondere für Studierende, Familien, Auszubildende und betreutes Seniorenwohnen entstehen.

Stadtbaurat Robin Denstorff erklärt: „Das neue Quartier wird die Gesamtstadt positiv prägen – belebt und belebend zugleich. In seiner Nutzungsvielfalt wird es ein innovatives urbanes Stück Stadt mit Aufenthaltsqualitäten bis an den attraktiven Kaiabschnitt am Stadthafen abbilden und für neue Wegevernetzungen sorgen.“ Ergänzend zu den Rahmenbedingungen aus dem Vertrag enthält die Beschlussvorlage auch den Vorentwurf des Bebauungsplans und das weiterentwickelte städtebauliche Konzept.
Der Rat der Stadt Münster kann damit in seiner nächsten Sitzung am 25. März die Bauleitplanung in Gang setzen. Sein positives Votum wäre der Startschuss für ein zügiges Verfahren zum Bebauungsplan, in dem die Öffentlichkeit ebenso frühzeitig wie transparent informiert und beteiligt wird.
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