
In den letzten Tagen hat es große Unsicherheiten im Umfeld der Alexiander-Forensik in Amelsbüren gegeben. Grund war eine Beratungsvorlage für die kommende Sitzung des Klinikbeirates, in der es um unbegleitete Ausgänge von forensischen Patienten auf dem Gelände der Alexianer – und nur dort – ging. Nun steht fest: Es wird keine solchen Ausgänge geben.
Das hat der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Dieter Seifert Oberbürgermeister Markus Lewe heute in einem Gespräch versichert. Er kündigte an, die Betriebsleitung der forensischen Klinik werde eine Beratungsvorlage für den Klinikbeirat zum Thema unbegleitete Ausgänge zurückziehen. „Diese Klarstellung ist mir wichtig“, sagte OB Lewe nach dem Gespräch im Stadthaus 1. „Sie kann dazu beitragen, das Vertrauensverhältnis zwischen der Klinik und ihren Nachbarn in Amelsbüren und Senden wiederherzustellen.“
„Das bisher gute nachbarschaftliche Verhältnis, das in den vergangenen Tagen zusehends getrübt wurde, aber auch der Schutz der Bewohner, Patienten und Mitarbeiter vor Anfeindungen stehen dabei im Fokus dieser Entscheidung“, teilten die Alexianer am Abend mit. „Eine sachliche Diskussion, die wir gründlich vorbereitet hatten, die aus dem Beirat erwachsen war, und der wir uns gerne stellen wollten, ist leider nicht mehr möglich.“ Der Grund hierfür liege in der Indiskretion, dass die zunächst beiratsintern verschickte Beratungsvorlage an die Öffentlichkeit und die Presse gelangt seien. Dies sei ohne die Möglichkeit der näheren Erläuterung durch die Alexianer geschehen, heißt es weiter.
„Wir hoffen, das Vertrauen der Anwohner in uns und unsere therapeutische Arbeit wieder zu stärken und freuen uns weiterhin auf konstruktiven Austausch“, sagte eine Unternehmenssprecherin.
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