
Der Garten von Haus Rüschhaus in Münster verwandelt sich vom 30. Juni bis zum 2. Juli in ein Spielfeld, auf dem sich Künstler und Besucher in Lesungen, Performances, Gesprächen, Workshops, Installationen, Film-Vorführungen und einem Live-Rollenspiel mit der Frage beschäftigen, was heute allen gemeinsam gehört. So ist es jedenfalls für das das Droste Festival vom Center for Literature (CfL) auf Burg Hülshoff geplant, das in diesem Jahr unter dem Motto »Wo ist Allmende?« steht. Die Schirmherrschaft für das Festival hat die Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Ina Brandes, übernommen.

Der Begriff Allmende bezeichnet gemeinschaftlich genutztes Eigentum einer Gemeinde oder Gruppe von Personen. Allmenden existierten seit dem Mittelalter und waren zu Zeiten von Annette von Droste-Hülshoff noch eine gängige Wirtschaftsform. Flächen wie Weiden und Heiden wurden von mehreren Personen gemeinsam genutzt. Die Regeln zur Bewirtschaftung wurden in einer Art Selbstverwaltung von der Gemeinschaft festgelegt und umgesetzt. Im Laufe des 19. Jahrhunderts gingen gemeinschaftlich genutzte Flächen dann zunehmend in Eigentum Einzelner über und die heute wirksame Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung mit ihrem Fokus auf Privateigentum bildete sich heraus. Mit dem Verschwinden der traditionellen Allmenden verschwand auch das Wort Allmende aus dem allgemeinen Sprachgebrauch. Das Konzept des Gemeinguts findet sich aber auch heute noch.
Das Droste Festival 2023 widmet sich den Allmenden des 21. Jahrhunderts. Welche Allmenden umgeben uns heute, sichtbar und unsichtbar? Sind Sprache, Zeit, Wissen oder das Internet Allmenden? Welche Regeln und Mechanismen braucht es, damit Gemeineigentum funktioniert, und wie können diese verhandelt werden? Wo sind die Grenzen des Gemeinguts? Gibt es auch als Gemeingut verstandene Bereiche, die eigentlich gar keine sind? Autoren, Künstler, Initiativen und Besucher kommen zusammen, um in einem vielfältigen Programm an drei Festivaltagen gegenwärtige Allmenden zu entdecken. Mit u.a. Eva-Maria Baumeister (Regisseurin), Eloïse Bonneviot & Anne de Boer (Künstlerinnen), Theaterwerkstatt Bethel, Taifun Project, Hans Unstern (Musiker), Stefanie Wenner (Künstlerin) oder What Are People For (Band).
Die Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung ist Trägerin von Burg Hülshoff, Haus Rüschhaus und dem Center for Literature (CfL). Die Stiftung wird gefördert durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.
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