
Damit Windenergieanlagen für Flugzeuge und Hubschrauber auch nachts gut zu erkennen sind, müssen sie beleuchtet werden. In der Vergangenheit erfolgte dies über Lichter, die die ganze Nacht blinkten. Die Stadtwerke Münster haben nun alle Windenergieanlagen in ihrem Betrieb auf dem Stadtgebiet in Münster auf die sogenannte bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung (BNK) umgerüstet.
Die restlichen bestehenden Anlagen außerhalb von Münster erhalten das neue System bis zum Ende des Jahres 2023. Das bedeutet, dass die roten Lichter nachts künftig meistens ausbleiben. Sie gehen nur an, wenn sich ein Flugobjekt in einem definierten Raum rund um das Windrad befindet.
Beitrag für mehr Akzeptanz
„Mit der Umrüstung leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Lichtemissionen und schaffen weitere Akzeptanz von Windenergieanlagen. Insbesondere die Menschen, die rund um die Anlagen wohnen, profitieren direkt davon“, erklärt Maximilian Wolf, Leiter der Abteilung Erneuerbare Energien bei den Stadtwerken Münster. Die Umrüstung ist gesetzlich bis zum 31. Dezember 2023 vorgeschrieben für alle Windenergieanlagen an Land, die höher als 100 Meter sind.
Intelligente Systeme steuern Beleuchtung künftig
Die an den Anlagen installierten BNK-Systeme ermitteln die Transpondersignale von Flugzeugen und Hubschraubern. Sobald ein Objekt sich dem Windrad in einem Radius von vier Kilometern und einer Höhe von unter 600 Metern nähert, aktiviert die Technologie die Beleuchtung. „Nachts sind im Münsterland nur wenige Flugzeuge und Hubschrauber unterwegs. Das bedeutet, dass die Leuchtfeuer künftig nur noch selten und dann höchstens für einige Minuten zu sehen sind“, erläutert Fatih Gökalp, der bei den Stadtwerken Münster für den Betrieb der Windenergieanlagen verantwortlich ist.
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