
Nicht jeder hat es bemerkt, aber für manche wurde die Sanierung eine wichtige politische Forderung: Aus dem Brunnen vor der Lambertikirche plätscherte aufgrund technischer Defekte seit 2020 kein Wasser mehr. Doch nun können alle Brunnen-Freunde aufatmen, der Lamberti-Brunnen sprudelt wieder!
Weil die Westfälischen Nachrichten und die CDU Münster den defekten Lamberti-Brunnen vor zwei Jahren zu einem wahren Politikum hochgeschaukelt hatten, wobei sie stets mit dem Finger auf die untätige Stadtverwaltung und die mangelnde Unterstützung durch die regierenden Fraktionen wiesen, die von ihnen in solchen Fällen gerne „Linkskoalition“ genannt wird, zeigten sich gestern bei der Einweihung recht viele Vertreter von Verwaltung und Politik persönlich.
So war neben Stadtbaurat Robin Denstorff auch Peter Driesch, der Leiter des Amtes für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit und die umweltpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Ratsfraktionen bei der Einweihung zugegen, also Dr. Leandra Praetzel (Bündnis 90/Die Grünen/GAL), Hedwig Liekefedt (SPD) und Tim Priggemeyer (Volt) von der regierenden Koalition, sowie Babette Lichtenstein van Lengerich (CDU), Martin Gerhardy (FDP) und Heiko Wischnewski (Die Linke). Zudem besichtigten Hans-Bernd Köppen (Dompropst und Pfarrer an St. Lamberti) und Lisa Kittner (Geschäftsführerin der Initiative starke Innenstadt Münster, ISI) vor Ort das Ergebnis der umfangreichen Sanierungsarbeiten.
Neben der Grundreinigung des Brunnens musste die Stadt zahlreiche Verstopfungen in Zu- und Abläufen lösen. Außerdem wurden die Trinkwasserinstallation und die Frischwassernachspeisung entsprechend aktueller Vorschriften umgebaut. Hinzu kamen elektrotechnische Arbeiten, Pumpenwartungen und die Abdichtung der Fugen des Brunnens. Die Kosten für das Maßnahmenpaket betrugen insgesamt rund 30.000 Euro.
Für den langfristigen Erhalt und Betrieb des Brunnens am Lambertikirchplatz sind zukünftig weitere umfassende Arbeiten notwendig, deren Planung die Stadt nun angeht. Dazu zählt unter anderem die Installation einer automatischen Wasseraufbereitung – um die notwendige Wasserhygiene dauerhaft sicherzustellen – sowie die Sanierung der Wasserbecken. Bei den Planungen liegt ein besonderer Fokus auch auf dem historischen Wert der Anlage und des Umfeldes, heißt es abschließend in der Pressemitteilung der Stadt.
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