
Ende September setzten die Ärzte im städtischen Impfzentrum in der Halle Münsterland die letzte Spritze an. Doch nun ist die Nachfrage vor allem nach Auffrischungsimpfungen, den sogenannten „Boostern“, so stark gestiegen, dass dafür wieder ein Angebot der Stadt Münster eingerichtet wird. Ganz in der Nähe des ehemaligen Impfzentrums wird nun die Veranstaltungshalle „Jovel“ am Albersloher Weg zur zentralen Impfstelle. Die Stadt bereitet zurzeit auch weitere niedrigschwellige Impfangebote vor, die kurzfristig die laufenden Schutzimpfungen in den Praxen der niedergelassenen Ärzte ergänzen sollen.
„Die Nachfrage insbesondere für Auffrischungsimpfungen ist enorm und kann aktuell von den Praxen nicht alleine bewältigt werden. Daher hat der Krisenstab entschieden, als Stadt wieder verstärkt in die Impfkampagne einzusteigen. Das Jovel ist ein bekannter Ort in unserer Stadt, sehr gut erreichbar und bietet gute räumliche Voraussetzungen“, betont Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer. Die Stadt hat als Träger der Impfstelle im „Jovel“ den hiesigen Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) beauftragt.
Mit dem variabel ausbaubaren Angebot in der Veranstaltungshalle füllt die Stadt eine Lücke, die mit der Schließung des Impfzentrums in der benachbarten Halle Münsterland Ende September entstanden war. Heuer: „Damals gab es kaum noch Nachfrage im Impfzentrum. Aber das Blatt hat sich mit der Auffrischungsimpfung komplett gewendet, auch hier sind breite Teile der Bevölkerung impfberechtigt. Im Jovel als zentralem Impfangebot können mehrere Impfstraßen realisiert werden, hier geht eine Menge.“
Der ASB übernimmt im Auftrag der Stadt die operative Umsetzung des neuen Impfangebotes. ASB-Geschäftsführer Dirk Winter freut sich auf die Herausforderung und verweist auf „die große Bedeutung, die das ausgeweitete Impfangebot für die Bekämpfung der vierten Corona-Welle hat“. Der genaue Startzeitpunkt steht noch nicht fest, die kommende Woche wird aber für die vorbereitenden Arbeiten benötigt.
Nach Auskunft von Dr. Norbert Schulze Kalthoff, Leiter des städtischen Gesundheitsamtes, arbeitet die Stadt darüber hinaus an der Realisierung von weiteren niedrigschwelligen Impfangeboten, u.a. durch die stärkere Nutzung des bewährten Impfbusses. Dr. Schulze Kalthoff: „Möglich sind auch weitere feste Standorte, die Abklärung läuft zurzeit noch.“
Informationen zu den aktuellen Impfangeboten der Stadt Münster findet ihr stets auf der Seite www.muenster.de/corona
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