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Nach Auswertung von Sondierungs-Bohrungen auf einem Baugrundstück an der Piusallee bestätigt der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg erneut den Verdacht eines Bombenblindgängers. Das teilt die Stadt Münster in einer entsprechenden Pressemeldung mit. Am Donnerstag, 6. August soll das Fundstück freigelegt werden.
Der neue Fundort liegt auf dem Teilstück zwischen Bohlweg und Niedersachsenring. Am Donnerstag wird der Kampfmittelbeseitigungsdienst den Gegenstand freilegen. Ob es überhaupt eine Bombe ist, wenn ja welchen Typs und wie sie zu entschärfen ist, kann erst dann gesagt werden. Je nach Ergebnis lauten die Alternativen Entwarnung oder Evakuierung. Ist eine Entschärfung des Sprengkörpers erforderlich, wird dazu ab 13 Uhr im Umkreis von zirka 150 Meter um die Fundstelle evakuiert. Je nach Bombentyp kann sich der Bereich noch ändern. In dieser Zone darf sich vorübergehend niemand aufhalten, sie wird für den Verkehr gesperrt.
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst geht derzeit davon aus, dass die Piusallee zwischen Stolberg- und Jeilerstraße und der Bohlweg zwischen Karlstraße und Elisabet-Ney-Straße betroffen sind. Folgende Straßenzüge begrenzen die gesamte Evakuierungszone und sind ganz oder teilweise betroffen: Stolbergstraße, Auf der Horst, Elisabet-Ney-Straße, Jeilerstraße, Gropperstraße, Bohlweg, Karlstraße, Piusallee.
In diesem Gebiet wohnen etwa 850 Menschen. Außerdem befinden sich hier das Ratsgymnasium, das Verwaltungsgericht, die Zahnärztekammer und ein Altenpflegeheim. Wer während der Entschärfung nicht bei Freunden oder Bekannten unterkommt, kann die Betreuungsstelle im Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium an der Sonnenstraße 18 aufsuchen.
Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Polizei planen aktuell zusammen mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst die Details für den Einsatz. Anfang nächster Woche verteilen sie ein Infoblatt an die unmittelbar betroffenen Anlieger. Einen Stadtplan-Ausschnitt mit der Evakuierungszone hat das Presseamt im Internet veröffentlicht (www.muenster.de/bombenentschaerfung). Dort ist ab Montag, 3. August, auch die Nummer des Infotelefons der Feuerwehr zu finden.
Falls der Bereich tatsächlich am Donnerstag ab 13 Uhr geräumt werden muss, werden Straßen und Wege gesperrt, und die Feuerwehr wird mit Fußtrupps und Lautsprecherdurchsagen zum Verlassen der Häuser und Grünanlagen auffordern. Wer hierzu Hilfe benötigt, meldet sich unter der Notrufnummer 112 bei der Feuerwehr. Ab 14 Uhr darf sich definitiv niemand mehr in der Zone aufhalten. Über das Ende des Einsatzes wird mit Lautsprechern, online unter www.muenster.de/bombenentschaerfung und in den Medien informiert.
Bereits im Mai wurde unweit der jetzigen Verdachtsstelle ein Blindgänger ausgegraben. Glücklicherweise hatte er keinen Zünder mehr, eine Evakuierung war nicht erforderlich.
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