
Auf den Feldern in ganz Münster brummt und summt es: Wer in diesen Tagen an Feldwegen im Stadtgebiet einen kurzen Stopp einlegt, der sieht eine Vielzahl an Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und weiterer Insekten, die sich auf den Blühstreifen tummeln und hier ihre Nahrung finden. Die Voraussetzung dafür haben Münsters Landwirte schon im Frühjahr geschaffen, als sie auf rund 12 Hektar bunte Blühmischungen auf ihren Feldern ausgebracht haben.
Aus den Saatkörnern sind bunte Pflanzen gewachsen – zum Beispiel Buchweizen, Phacelia, Lein, Koriander und Malve. Entlang von Getreide und Mais verzichten die Landwirte mit diesem Einsatz für den Artenschutz freiwillig und unentgeltlich auf einen Teil ihrer Ernte. „Die Blühstreifen machen die Bemühungen der Landwirte für den Artenschutz sichtbar. Bienen, Hummeln und Co. sind für uns Bauern unverzichtbar, daher haben wir sie ganz besonders im Fokus“, sagt Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Münster, die das Projekt mitinitiiert hat.
Die in der Blüte stehenden Streifen dienen einerseits als Nahrungsquellen für Insekten wie Honigbienen, Hummeln, Wildbienen und Schmetterlinge, die auch für die Bestäubung von Kulturpflanzen wie Obst oder Raps eine wichtige Rolle spielen. Die Blühmischung bietet darüber hinaus einen Lebensraum für Rebhuhn, Kiebitz, Fasan oder Feldhase. Die Münsterländer Landwirte setzen sich auf diese Weise aktiv für den Erhalt der Artenvielfalt ein und verzichten dafür freiwillig auf einen Teil ihrer Ernte. Das zur Verfügung gestellte Saatgut für die Blühstreifen, welches die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft speziell für die Aktion zusammengestellt hat, war innerhalb kürzester Zeit vergriffen. An den Feldflächen weisen Schilder auf die Blühstreifen und ihren Nutzen hin.
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